Anspruch

Anspruch

Als Student haben Sie einen Rechtsanspruch auf individuelle Ausbildungsförderung nach den Vorschriften des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG) für ein Studium, das ihrer Neigung, Eignung und Leistung entspricht, wenn ihnen die für den Lebensunterhalt und die Ausbildung erforderlichen Mittel anderweitig nicht zur Verfügung stehen.

Neben dem Studium kann auch ein (Pflicht-)Praktikum gefördert werden. Ein Studium kann auch noch dann gefördert werden, wenn vor Aufnahme eines Studiums eine berufspraktische Ausbildung durchgeführt worden ist.

Ausbildungsförderung wird grundsätzlich nicht gewährt, wenn Sie bei Beginn des Studiums das 30. Lebensjahr bereits vollendet haben. Zu Sonderregelungen wenden Sie sich bitte an Ihre(n) Sachbearbeiterin / Sachbearbeiter.

Antragstellung

Antragstellung

Wenn Sie Ausbildungsförderung erhalten wollen, müssen Sie einen schriftlichen Antrag auf Ausbildungsförderung stellen. Als Student der

  • Universität Bonn
  • Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
  • Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Augustin
  • Internationalen Fachhochschule Bad Honnef
  • Alanushochschule Bonn
  • Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe Bonn

reichen Sie Ihren Antrag beim Amt für Ausbildungsförderung ein. Die Adresse finden Sie in diesem Menüpunkt im Bereich Ansprechpartner. Unterschrift nicht vergessen!

WICHTIG: SEPA-Lastschrift und SEPA-Überweisung

Ab Februar 2014 gilt für alle Teilnehmer am Zahlungsverkehr die Single Euro Payments Area (SEPA) – sowohl für Überweisungen als auch für Lastschriften. Nationale Verfahren werden abgeschaltet.

Um eine reibungslose Umstellung nach SEPA-Standard zu gewährleisten, benötigen wir Ihre vollständigen Kontodaten nach SEPA. Das betrifft insbesondere IBAN und BIC. Achten Sie daher auf eine vollständige Antragstellung. Nur dann ist eine schnellst mögliche Bearbeitung möglich.

Umfassende Informationen zu SEPA erhalten Sie unter www.sepadeutschland.de

Antragsfrist

Antragsfrist

Es gibt keine Antragsfrist. Ausbildungsförderung wird von Beginn des Studiums bzw. des Semesters an geleistet, frühestens jedoch von Beginn des Antragsmonats an.

Wer Sie Ihren Antrag auf Ausbildungsförderung verspätet stellen, müssen Sie in Kauf nehmen, dass Sie für die ersten Monate des Semesters nicht im voraus Ausbildungsförderung erhalten, sondern erst nachträglich oder sogar evtl. für einzelne Monate überhaupt nicht.

Reichen Sie Ihren Antrag auf Ausbildungsförderung, auch wenn er unvollständig ist, frühzeitig ein. Um den Rechtsanspruch auf Ausbildungsförderung zu sichern, kann auch formlos ein schriftlicher Antrag eingereicht werden. Antragsformulare finden Sie in diesem Menüpunkt unter Antragstellung oder www.das-neue-bafoeg.de. Beispiel: Wiederholungsanträge zum Wintersemester sollten ab Mai gestellt werden.

Bearbeitungszeit

Bearbeitungszeit

Die Bearbeitungsdauer hängt entscheidend von dem Umfang der notwendigen Ermittlungen ab. Grundsätzlich sind Sie und Ihre Eltern verpflichtet, bei der Ermittlung des entscheidungserheblichen Sachverhalts mitzuwirken. In besonderen Fällen kann die Ermittlung sehr zeitaufwändig sein. Es ist daher ratsam, sehr früh einen Antrag auf Ausbildungsförderung zu stellen und zusätzlich auch mit dem BAföG-Amt engen Kontakt zu halten, weil Ihr Sachbearbeiter / Ihre Sachbearbeiterin im Einzelfall von Amts wegen über andere Behörden und Leistungsträger Sachverhalte klären kann.

Über Sonderregelungen informiert Sie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne genauer.

Einkommen

Einkommen

Für die Berechnung und Anrechnung des Einkommens Ihrer Eltern und Ihres Ehepartners ist grundsätzlich vom Einkommen im vorletzten Kalenderjahr vor Beginn des Bewilligungszeitraums auszugehen. Das Amt für Ausbildungsförderung legt seinen Berechnungen regelmäßig die Feststellungen des Finanzamtes in dem vorzulegenden Steuerbescheid zugrunde.

Lohnersatzleistungen (Krankengeld, Arbeitslosengeld etc.) und Renten sind durch Leistungsnachweise und Bescheide zu belegen. Bei Fragen zu den Belegen wenden Sie sich an die BAföG-Zentrale.
Vom monatlichen Einkommen können verschiedene Freibeträge abgezogen werden. Der nach Abzug aller Freibeträge verbleibende Betrag ist der Anrechnungsbetrag, den Ihre Eltern nach dem BAföG für die Finanzierung Ihrer Ausbildung aufwenden können. Wenn Sie Geschwister haben, die ebenfalls studieren, wird der Anrechnungsbetrag grundsätzlich zu gleichen Teilen auf Sie und Ihre Geschwister umgelegt. Sind Sie verheiratet, bleibt vom Einkommen Ihres Ehegatten ein Betrag von 1.040 € anrechnungsfrei.

Bei allgemeinen Fragen zu Aktualisierungsanträgen wenden Sie sich an die BAföG-Zentrale.

Eltern

Eltern

Das BAföG geht davon aus, dass die nach dem Unterhaltsrecht verpflichteten Eltern und Ehepartner zunächst für den Unterhalt und die Ausbildung ihrer Kinder bzw. des Ehepartners aufkommen. BAföG tritt mit seiner Leistung grundsätzlich nachrangig ein.

Wenn Ihre leistungsfähigen Eltern trotz Aufforderung nicht leisten oder bei der Aufklärung der Einkommensverhältnisse nicht mitwirken, haben Sie zwei Möglichkeiten, Ihre Unterhaltsansprüche gegen die Eltern durchzusetzen: Sie können gegen Vater / Mutter Unterhaltsklage erheben oder einen Vorausleistungsantrag nach § 36 BAföG stellen.

In einigen Ausnahmen ist das Einkommen der Eltern nicht anzurechnen. Über die genauen gesetzlichen Grundlagen informieren Sie gerne die Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter.

Fachrichtungswechsel

Fachrichtungswechsel

Ausbildungsförderung nach einem Fachrichtungswechsel wird nur geleistet, wenn Sie die Fachrichtung aus wichtigem Grund wechseln. Was ist ein wichtiger Grund? Setzen Sie sich vorher mit uns in Verbindung.

Beim erstmaligen Wechsel bis zum Beginn des dritten Fachsemesters wird in der Regel vermutet, dass ein wichtiger Grund vorliegt.

Tipp: Reichen Sie Begründungen zum Fachrichtungswechsel persönlich bei Ihre(r)m Sachbearbeiterin / Sachbearbeiter ein. Allgemeine Informationen erhalten Sie auch in der BAföG-Zentrale.

Förderungshöchstdauer

Förderungshöchstdauer

Die Förderungshöchstdauer entspricht der Regelstudienzeit. Über diese Höchstdauer hinaus können Sie nur dann gefördert werden, wenn sich Ihr Studium aus Gründen verzögert, die Sie nicht zu vertreten haben.

Alternative siehe auch Abschlussförderung.

Leistungsnachweis

Leistungsnachweis

Vom 5. Fachsemester an wird Ihnen nur Ausbildungsförderung gewährt, wenn Sie eine Leistungsbescheinigung nach § 48 BAföG vorlegen. Verspätet vorgelegte Bescheinigungen können anerkannt werden, wenn sie den Leistungsstand vom Ende des letzten Semesters ausweisen und in den ersten vier Monaten nach Ende dieses Semesters vorgelegt werden. Die formgebundene Bescheinigung nach § 48 BAföG wird von der Universität Bonn durch bestimmte Hochschullehrer ausgestellt. Statt der Bescheinigung nach § 48 BAföG kann evtl. auch ein Zeugnis über eine bestandene Zwischenprüfung vorgelegt werden. Das Verzeichnis der unterschriftberechtigte Professoren finden sie im Professorenverzeichnis.

Bei vom Studierenden nicht zu vertretenden Verzögerungen des Studiums kann eine Fristverlängerung für die Vorlage der Bescheinigung eingeräumt werden.  Erklärungen sind dem Amt für Ausbildungsförderung gegenüber geltend zu machen und ggfs. zu belegen. Bei Fragen wenden Sie sich an Ihr(e) Sachbearbeiterin / Sachbearbeiter.

Nebeneinkünfte

Nebeneinkünfte

Etwa die Hälfte aller Bonner Studierenden müssen neben dem Studium arbeiten, um finanziell über die Runden zu kommen. Das gilt auch für BAföG-Leistungsempfänger. Ganz besonders dann, wenn Sie den Förderungshöchstbetrag (670 €) nicht erhalten. Nebeneinkünfte können die BAföG-Leistungen vermindern.

Gerne klären wir mit Ihnen zusammen, bis zu welchem Betrag Sie Nebeneinkünfte erzielen können. Vereinbaren Sie einen Termin mit Ihrem Sachbearbeiter oder kommen Sie einfach in der BAföG-Zentrale vorbei! Derzeit (2014) liegt die Hinzuverdienstgrenze durchschnittlich bei 400 € / mtl. bzw. 4.800 € im zwölfmonatigen Bewilligungszeitraum. Die Einkommensgrenze für Minijobs (400 € monatlich) sollte dabei nicht überschritten werden. Praktikumsvergütung zählt als Ausbildungsvergütung. Eine Anrechnung erfolgt anders als bei Nebeneinkünften.

Rückzahlung

Rückzahlung

In der Zeit bis zum Ende der Förderungshöchstdauer wird grundsätzlich Förderung zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als unverzinsliches Darlehen geleistet. Die Rückzahlung des unverzinslichen Darlehens beginnt fünf Jahre nach dem Ablauf der Förderungshöchstdauer. Die monatliche Rückzahlungsrate soll grundsätzlich 105 € betragen. Die Rückzahlung erfolgt allerdings nur unter Berücksichtigung Ihres Einkommens. Es bestehen verschiedene Erlass- und Freistellungsmöglichkeiten. Wenden Sie sich bei Rückfragen - auch zum Teilerlaß - und vorzeitiger Tilgung (Rabatte) direkt an das Bundesverwaltungsamt.

Studium im Ausland

Studium im Ausland

Ein Studium kann an jedem Studienort in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union oder in der Schweiz bis zum Abschluss zu Inlandssätzen gefördert werden. Eine Ausbildung im übrigen Ausland kann für ein Jahr gefördert werden, wenn dies für die Ausbildung im Inland förderlich ist oder im Rahmen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit einer deutschen und einer ausländischen Hochschule angeboten wird.

Bei der Zahlung von Ausbildungsförderung für eine Ausbildung im Inland bleibt die Zeit einer Ausbildung im Ausland bis zu einem Jahr unberücksichtigt. Außerdem werden Zuschläge bei einer Ausbildung im Ausland für Studiengebühren als Zuschuss gewährt.

Beachten Sie die besondere Zuständigkeit. Der Antrag sollte mindestens sechs Monate vor dem geplanten Auslandsstudium gestellt werden.

Vorausleistungen

Vorausleistungen

In dem Fall, dass Ihre Eltern die Auskunft hinsichtlich Ihrer Einkommensverhältnisse verweigern oder Ihren Unterhalt nicht zahlen, obgleich das BAföG dies verlangt, können Sie einen Antrag auf Vorausleistung stellen. Sie werden dann unabhängig von den Einkommensverhältnissen Ihrer Eltern von uns gefördert. Parallel prüfen wir, ob Unterhaltsanspruch von Seiten Ihrer Eltern besteht und lassen uns die geleisteten Vorausleistungen von Ihren Eltern zurückzahlen, notfalls im Klagewege. Für nähere Informationen und eine individuelle Beratung nutzen Sie eine unserer Beratungsmöglichkeiten.

Letztes Update dieser Seite: 27.04.2015
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