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08.02.2019

Neubau Carré Mensa Nassestraße: Architektenwettbewerb geht in die Bearbeitungsphase

Bonn, 08. Februar 2019. Der vom Studierendenwerk Bonn initiierte Architektenwettbewerb für den geplanten Ersatzneubau im Carré Nassestraße geht in die Bearbeitungsphase. Insgesamt nehmen 18 Büros teil. Die Wettbewerbsergebnisse werden im Sommer 2019 vorgestellt.


1] Wird neu beplant: das Areal rund um die Mensa Nassestraße [© Volker Lannert/Studierendenwerk Bonn]

2] Im Übersichtsplan sind die Liegenschaften des Studierendenwerks Bonn im Carré Kaiser-, Nasse- und Lennéstraße gelb hervorgehoben

Der vom Studierendenwerk Bonn initiierte Architektenwettbewerb für den geplanten Ersatzneubau im Carré Nassestraße geht in die Bearbeitungsphase. Die das Projekt beschreibenden Auslobungsunterlagen wurden den 18 teilnehmenden Architekturbüros zugestellt. Das Wettbewerbsgrundstück erstreckt sich von der Kaiser-, entlang der Nasse- bis zur Lennéstraße. Darauf konzentrieren sich die meisten der vom Studierendenwerk angebotenen Dienstleistungen. Neben der Mensa Nassestraße und der klassischen Verwaltung sind das etwa die Vermittlung von studentischem Wohnraum, das Amt für Ausbildungsförderung und diverse Beratungsdienste, zudem zwei Wohnheime und mit dem AStA der Uni Bonn ein zentrales Element der studentischen Selbstverwaltung.

Aufgrund des historisch wertvollen Ortsteils Südstadt und der damit einhergehenden hohen gestalterischen Anforderungen hatte das Studierendenwerk im vergangenen Jahr entschieden, einen Architektenwettbewerb entsprechend den bundesweit geltenden Regeln für Planungswettbewerbe RPW 2013 durchzuführen, mit dem Ziel, eine architektonisch überzeugende und städtebaulich verträgliche Lösung zu ermitteln. Die Vorbereitung und Durchführung des Wettbewerbs wird eng mit der Stadt Bonn abgestimmt.

„Wir sind uns der sensiblen Lage unseres Großprojekts inmitten der Bonner Südstadt sehr bewusst“, sagt Jürgen Huber, Geschäftsführer des Studierendenwerks Bonn. „Daher suchen wir im Rahmen dieses Wettbewerbs die beste städtebauliche Konzeption. Es geht darum, unsere Nutzungsanforderungen städtebaulich verträglich mit denkmalpflegerischen Aspekten und nachbarschaftlichen Belangen in Einklang zu bringen.“

Ziele des Bauvorhabens

Der Hochschulraum Bonn/Rhein-Sieg genießt einen hervorragenden Ruf. Die Universität Bonn ist mit sechs Exzellenzclustern auf dem Weg zur Exzellenzuniversität. Internationale Strahlkraft geht hiervon aus. Das Studierendenwerk Bonn will diese Entwicklung mit einem modernen und attraktiven Ersatzneubau unterstützen. Die neue Mensa wird als zentraler Begegnungsort verstanden, in dem sich unterschiedliche Bedürfnisse wie Essen, Austausch, Lernen und Besprechen miteinander verzahnen. Auch wird es Raum für kulturelles Leben geben. Das integrierte Studierendenservicezentrum wird sämtliche Dienstleistungen und Beratungsangebote für Studierende zeitgemäß bündeln, und gleichzeitig das Studierendenwerk als attraktiven Arbeitgeber weiter entwickeln. Zudem sollen, wie im bisherigen Umfang, mindestens 115 moderne Wohnheimplätze entstehen.

Änderung des Bebauungsplans

Für die anstehende Baumaßnahme ist eine Änderung des Bebauungsplanes erforderlich. Im September 2018 fasste der Ausschuss für Planung, Verkehr und Denkmalschutz des Rates der Stadt Bonn einen entsprechenden Zielbeschluss. Demnach wird die Änderung als „vorhabenbezogener Bebauungsplan“ mit frühzeitiger Beteiligung der Öffentlichkeit durchgeführt.“

Nachbarschaft frühzeitig eingebunden

Der geplante Abbruch der Bestandsgebäude und der Neubau bilden baulich wie auch hinsichtlich der Baustelle eine erhebliche Belastung für die Bewohnerschaft und Eigentümer der benachbarten Liegenschaften. Das Studierendenwerk Bonn legt großen Wert auf gute Beziehungen zur Nachbarschaft. Daher wurde bereits frühzeitig und regelmäßig über das Vorhaben informiert. Die Belange der Nachbarschaft sind in den Auslobungsunterlagen bei zahlreichen Kriterien eingeflossen. Zudem wird die Nachbarschaftsverträglichkeit als Teilaspekt der städtebaulichen Verträglichkeit und Qualität in die Beurteilung der Arbeiten einfließen.

Ausblick

Die Ergebnisse des Architektenwettbewerbs werden im Laufe des zweiten Quartals 2019 vorgelegt und von einem Preisgericht beurteilt. Der Sieger des Wettbewerbs wird noch im Juni bekannt gegeben. Eine öffentliche Ausstellung der Ergebnisse erfolgt im Juli des Jahres.

Wesentliche Kriterien bei der Beurteilung der Arbeiten sind neben der Qualität der städtebaulichen und architektonischen Konzepte die städtebauliche Verträglichkeit. Darüber hinaus spielen ein funktionales und anpassungsfähiges Raumkonzept, die Aufenthalts- und Arbeitsplatzqualität, die Wirtschaftlichkeit, die Qualität des Gebäudetechnik- und Energiekonzepts, die Qualität des Freiraumkonzepts, die Einhaltung bauplanungsrechtlicher Anforderungen sowie die planungsrechtliche Genehmigungsfähigkeit und Umsetzbarkeit bis 2023 wesentliche Rollen.


Zeitlich liegt das Vorhaben bisher im Plan. „Wenn es gelingt, auch die weiteren Planungsschritte so konstruktiv wie bisher zu gestalten, streben wir an, zum Wintersemester 2020 mit dem Herrichten der Baustelle zu beginnen und den Neubau zum Wintersemester 2023 zu eröffnen“, blickt Jürgen Huber optimistisch voraus.

Interimslösung für die Mensa gesucht

Parallel müssen Interimslösungen für die Mensa, die Verwaltung und sonstige Studierendenangebote gefunden werden. Auf der Suche nach einem geeigneten Standort für die Interimsmensa befindet sich das Studierendenwerk Bonn in Gesprächen mit der Universität und dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB).


Teilnehmende Büros am Planungswettbewerb Projekt Carré Nassestraße
„Wettbewerb Ersatzneubau für die Zentralmensa, ein Studierendenservicezentrum und Studentisches Wohnen des Studierendenwerks Bonn“

Gesetzte Teilnehmer (5)
[in alphabetischer Reihenfolge]

  • assmann GmbH, Dortmund
  • gernot schulz : architektur GmbH, Köln
  • KOTTMAIR Architekten, Köln
  • LEPEL & LEPEL Architekt, Innenarchitektin PartG mbB, Reinhard Lepel, Architekt BDA, Köln
  • pbs architekten Planungsgesellschaft mbH, Aachen

Teilnehmer nach Bewerberauswahlverfahren (13)
[in alphabetischer Reihenfolge]

  • agn Niederberghaus & Partner GmbH, Ibbenbüren
  • ATP Frankfurt Planungs GmbH, Offenbach am Main
  • AV1 Architekten GmbH, Kaiserslautern
  • BE Berlin GmbH Baumschlager Eberle Architekten, Berlin
  • Bez+Kock Architekten Generalplaner GmbH, Stuttgart
  • Hahn Helten Generalplaner GmbH, Aachen
  • Heinle Wischer Gesellschaft für Generalplanung mbH, Köln
  • hks | architekten GmbH, Aachen
  • hotz + architekten Part gmbB, Freiburg im Breisgau
  • kister scheithauer gross architekten und stadtplaner GmbH, Köln
  • Koenigs und Rütter-Awaragi Architekten PartGmbB, Bonn
  • Nickl & Partner Architekten AG, München
  • pbr Planungsbüro Rohling AG, Braunschweig

Wettbewerbsmanagement: neubig hubacher, Köln


Bilder:
1] Wird neu beplant: das Areal rund um die Mensa Nassestraße [© Volker Lannert/Studierendenwerk Bonn]

2] Im Übersichtsplan sind die Liegenschaften des Studierendenwerks Bonn im Carré Kaiser-, Nasse- und Lennéstraße gelb hervorgehoben [© Studierendenwerk Bonn]


[Überblick]
Projekt „Neubau Carré Nassestraße“

Bauherr:   Studierendenwerk Bonn
Nutzungen:   Hochschulgastronomie, Studentisches Wohnen, BAföG, Beratungen, Studentische Selbstverwaltung, Büro (Verwaltung)
Lage:   Gebiet zwischen Kaiser-, Nasse- und Lennéstraße, Bonner Südstadt
Planungsverfahren:   Geregelter Realisierungswettbewerb (= Architektenwettbewerb)
Änderung Bebauungsplan:   Vorhabenbezogener Bebauungsplan mit frühzeitiger Beteiligung der Öffentlichkeit


Zeitplan:
Juli 2018-Dezember 2019 Änderung Bebauungsplan
Juli 2018-Juni 2019 Vergabe der Planungsleistungen
Juni 2019 Jurysitzung, Prämierung Siegerentwürfe
Juli 2019 öffentliche Präsentation der Wettbewerbsergebnisse
Juli 2019-September 2020  Planungen
November 2019-September 2020  Beziehen einer Interimslösung
Oktober 2020-September 2023  Bauphase
[Zeitplan unter Vorbehalt]


Pressekontakt:
Robert Anders
Leiter Marketing & Kommunikation/Pressesprecher
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Seit 100 Jahren für das Wohl der Studierenden - Über das Studierendenwerk Bonn
Im Jahr 1919 als Verein Studentenwohl e.V. gegründet, gehört das Studierendenwerk Bonn zu den ältesten seiner Art in Deutschland. Es erbringt vielfältige Dienstleistungen auf sozialem und wirtschaftlichem Gebiet für die Studierenden der Universität Bonn sowie der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Dazu zählt der Betrieb von 18 gastronomischen Einrichtungen (Mensen und Cafés), von 34 Studentenwohnanlagen mit derzeit ca. 3.700 Plätzen und von fünf Kindertageseinrichtungen. Das Studierendenwerk ist Amt für Ausbildungsförderung und setzt das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) im Hochschulstandort Bonn/Rhein-Sieg verantwortlich um. Darüber hinaus bietet es eine psychologische Beratung an und unterstützt aktiv internationale Studierende. Das Studierendenwerk Bonn ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR).


Letztes Update dieser Seite: 05.06.2014
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