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11.04.2018

Studierendenwohnheim in der Bonner Südstadt eingeweiht

Bonn, 10. April 2018. Das Studierendenwerk Bonn hat ein neues Wohnheim eingeweiht. In der Kaiserstraße 47 beziehen pünktlich zum Sommersemester 74 Studierende ihre neue Bleibe.


01] Weihen offiziell das neue Wohnheim an der Kaiserstraße 47/Ecke Nassestraße ein (v.l.): Sarah Mohamed (AStA-Vorsitzende), Christoph Rütter (Architekt), Alexander Mooshake (Bauleiter), der Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan, Jürgen Huber (Geschäftsführer Studierendenwerk Bonn), Bettina Laubereau (StwB Baucontrolling), Sigfried Welticke (StwB Architekt), Leif Czymmek (Bauleitung) sowie oben die Studentin Bea Müller (neue Mieterin).

02] Der Bonner OB Ashok Sridharan erinnert sich in seiner Rede auch an seine Studentenzeit im Juridicum, nur weniger Meter entfernt

03] Der Geschäftsführer des Studierendenwerks Bonn, Jürgen Huber, ist stolz auf den genau eingehaltenen Zeit- und Kostenplan

04] Der Architekt Christoph Rütter vom Bonner Büro Koenigs Rütter beschreibt den Schaffensprozess, von der ersten Idee bis zum modernen Wohnheim

05] OB Sridharan inspiziert ein Einzelappartement [Fotos: Benjamin Westhoff/Studierendenwerk Bonn]

In nur 16 Monaten wurde das ehemalige Bürogebäude der Kultusministerkonferenz aus dem Jahr 1962 entlang der Nassestraße umgebaut. Direkt gegenüber der gleichnamigen Mensa ist ein modernes, energieeffizientes Gebäude entstanden, dringend benötigter Wohnraum für Studierende in bester Südstadt-Lage. Die Nähe zum Juridicum und zum Hauptgebäude der Universität Bonn garantieren kurze Wege.

Besonders erfreulich: „Das aus eigener Kraft finanzierte Bauvorhaben blieb sowohl im prognostizierten Zeit und Kostenplan“, betonte der Geschäftsführer des Studierendenwerks Bonn Jürgen Huber bei der Einweihung. Insgesamt hat das Studierendenwerk 6,8 Millionen Euro investiert. „Alle Appartements konnten in kürzester Zeit vermietet werden.“ Dabei appellierte Huber unter dem Motto „Kopf braucht Dach“, dass noch viele Anstrengungen nötig seien, um den studentischen Wohnraum zu fördern „Dafür brauchen wir auch die Unterstützung des Landes und der Stadt. Unser Anspruch und Ziel ist es, den Hochschulstandort Bonn/Rhein-Sieg mit einer attraktiven sozialen Infrastruktur zu stärken.“

Der Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan schwärmte in seiner Rede vom Flair der Südstadt. Mit Blick auf seine eigene Studentenzeit am Juridicum sagte er: „Hier hätte ich auch gerne gelebt.“ Er lobte die Rolle des Studierendenwerks als zuverlässiger Partner der Studierenden, erinnerte aber auch daran, dass es in Bonn an preiswertem Wohnraum insgesamt mangele: „Hier muss jeder den Wohnraum finden, den er für seine Lebenssituation braucht, ob Studenten, junge Familien, Alleinstehende oder Senioren.“

Die 66 Einzel- und 4 Doppelappartements sind möbliert und mit einer Pantryküche sowie einem Badezimmer ausgestattet. Daneben wird es im Erdgeschoss drei kleinere Gewerbeeinheiten geben. Das Gebäude erstreckt sich größtenteils über vier Geschosse. An den Ecken Riesstraße und Kaiserstraße verfügen die Bauteile über ein zusätzliches Geschoss. Die auf Straßenniveau befindliche Tiefgarage bietet 20 PKW-Stellplätze sowie Fahrradstellplätze für jeden Bewohner. Die hochwertige Klinkerfassade greift die Farbtöne der Nachbargebäude aus der Gründerzeit auf und fügt sich harmonisch in das Umfeld der historischen Bausubstanz der Bonner Südstadt ein. Die Planung wurde mit dem Amt für Denkmalpflege abgestimmt.

Im Dezember 2016 begannen die ersten vorbereitenden Arbeiten. Dann wurde der Baukörper schadstoffsaniert und bis auf den Rohbau zurückgebaut. Anschließend wurde im Sommer 2017 beginnend die vorhandene Gebäudestruktur gemäß den Anforderungen der Energieeinsparverordnung und den KfW-Richtlinien energetisch saniert. Wesentliche energieeinsparende Maßnahmen sind etwa der Einbau dreifach verglaster Fenster, die Wärmedämmung der Fassaden, der Dachflächen sowie der Keller- und Garagendecken. Zudem wurde das Wohnheim eigens an das Fernwärmenetz der Stadtwerke Bonn angeschlossen, was den Primärenergiebedarf deutlich reduziert. Es folgte der Innenausbau zu einem modernen Studierendenwohnheim, das heißt der Installation der Haustechnik, der Konstruktion der Böden und Wände, des Einbaus der Türen und Bäder und schließlich der Möblierung. Dabei konnte das noch aus den 1960er Jahren vorhandene Holzgeländer in den beiden Treppenhäusern von einem Schreiner aufgearbeitet und erhalten werden. Zudem ist das Gebäude mit einem Aufzug ausgestattet.

[Überblick]

Zahlen und Fakten zum Studierendenwohnheim Kaiserstraße 47, 53113 Bonn:
Projekt: Umbau, Modernisierung und Umnutzung eines Bürogebäudes zum Studierendenwohnheim | KfW Effizienzhaus 70 | Fernwärmeanschluss der Stadtwerke Bonn
Bauherr/Betreiber: Studierendenwerk Bonn
Bauzeit: Dezember 2016 bis März 2018
Investition: 6,8 Millionen Euro
Architekt: Koenigs Rütter Architekten, Bonn
Schadstoffsanierung: Sachverständigen-Büro Dr. Zwiener, Köln

Wohnheimplätze: 74 Plätze in 70 Appartements (66 Einzel- und 4 Doppelappartements)
Warmmieten/Kosten für Studierende:
62 Plätze in Appartements, 14-19 m², 301-399 €
8 Plätze in Doppelappartements, 14-15 m², 429–440 €
4 Plätze in Appartements, 22-31 m², 464-670 €
(Kosten alles inkl., auch Highspeed-Internetanschluss)

Bilder
01] Weihen offiziell das neue Wohnheim an der Kaiserstraße 47/Ecke Nassestraße ein (v.l.): Sarah Mohamed (AStA-Vorsitzende), Christoph Rütter (Architekt), Alexander Mooshake (Bauleiter), der Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan, Jürgen Huber (Geschäftsführer Studierendenwerk Bonn), Bettina Laubereau (StwB Baucontrolling), Sigfried Welticke (StwB Architekt), Leif Czymmek (Bauleitung) sowie oben die Studentin Bea Müller (neue Mieterin). [Foto: Benjamin Westhoff/Studierendenwerk Bonn]

02]
Der Bonner OB Ashok Sridharan erinnert sich in seiner Rede auch an seine Studentenzeit im Juridicum, nur weniger Meter entfernt [Foto: Benjamin Westhoff/Studierendenwerk Bonn]

03]
Der Geschäftsführer des Studierendenwerks Bonn, Jürgen Huber, ist stolz auf den genau eingehaltenen Zeit- und Kostenplan [Foto: Benjamin Westhoff/Studierendenwerk Bonn]

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Der Architekt Christoph Rütter vom Bonner Büro Koenigs Rütter beschreibt den Schaffensprozess, von der ersten Idee bis zum modernen Wohnheim [Foto: Benjamin Westhoff/Studierendenwerk Bonn]

05] OB Sridharan inspiziert ein Einzelappartement [Foto: Benjamin Westhoff/Studierendenwerk Bonn]

Pressekontakt:
Robert Anders
Leiter Marketing & Kommunikation/Pressesprecher
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Über das Studierendenwerk Bonn
Im Jahr 1919 als Verein Studentenwohl e.V. gegründet, gehört das Studierendenwerk Bonn zu den ältesten seiner Art in Deutschland. Es erbringt vielfältige Dienstleistungen auf sozialem und wirtschaftlichem Gebiet für die Studierenden der Universität Bonn sowie der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Dazu zählt der Betrieb von 18 gastronomischen Einrichtungen (Mensen, Cafés und Bistros), von 35 Studentenwohnanlagen mit derzeit rund 3.700 Plätzen und von fünf Kindertageseinrichtungen. Das Studierendenwerk ist Amt für Ausbildungsförderung und setzt das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) im Hochschulstandort Bonn/Rhein-Sieg verantwortlich um. Darüber hinaus bietet es eine psychotherapeutische Beratung an und unterstützt aktiv internationale Studierende. Das Studierendenwerk Bonn ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR).


Letztes Update dieser Seite: 05.06.2014
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