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24.08.2018

Studierendenwerk Bonn will im Carré Nassestraße neu bauen

Bonn, 24. August 2018. Das über die Jahrzehnte gewachsene Gebäudeensemble zwischen Kaiser-, Nasse- und Lennéstraße muss dringend modernisiert werden. Es handelt sich um das Herzstück der sozialen Infrastruktur für Studierende und vereint Mensa, studentisches Wohnen, Bafög und Beratungsangebote. Der Baubeginn ist zum Wintersemester 2020/2021 geplant.


1] Im Übersichtsplan sind die Liegenschaften des Studierendenwerks Bonn im Carré Kaiser-, Nasse- und Lennéstraße gelb hervorgehoben [© Studierendenwerk Bonn]

2] Ist-Zustand: Die 3-D-Ansicht verdeutlicht, wie die zahlreichen Angebote für Studierende und die Verwaltung des Studierendenwerks in enger Beziehung stehen [© Studierendenwerk Bonn]

Das Studierendenwerk Bonn beabsichtigt, im Carré Nassestraße in der Bonner Südstadt neu zu bauen. Anfang September geht eine Beschlussvorlage zur Änderung des Bebauungsplanes in die Bezirksvertretung Bonn. Betroffen ist das Gebiet von der Kaiser-, entlang der Nasse- bis zur Lennéstraße. In diesem Areal liegen die Anfänge des Studierendenwerks Bonn als Rund-um-Dienstleister für die Studierenden. In den 1920er Jahren entstand hier das erste Studentenhaus. Die gesamte Liegenschaft wurde in den 1950er Jahren wiederaufgebaut und zuletzt vor rund 20 Jahren in einigen Bereichen saniert. Bis heute konzentrieren sich in diesem Areal die meisten der vom Studierendenwerk angebotenen Dienstleistungen. Neben der Mensa Nassestraße und der klassischen Verwaltung, sind das etwa die Vermittlung von studentischem Wohnraum, das Amt für Ausbildungsförderung und diverse Beratungsdienste, zudem zwei Wohnheime und mit dem AStA der Uni Bonn ein zentrales Element der studentischen Selbstverwaltung.

„Es handelt sich um ein nach und nach gewachsenes Gebäudeensemble, welches in die Jahre gekommen ist“, sagt Jürgen Huber, Geschäftsführer des Studierendenwerks Bonn. „Die Frage lautete zunächst: Abermals Sanieren im Bestand oder Abriss und Neubau? Da sich eine Sanierung im Bestand als unwirtschaftlich herausstellte, soll nun neu gebaut werden. Dabei gilt es, den zukünftigen Bedarf der Studierenden, der Universität als auch des Studierendenwerks als Arbeitgeber mit Blick auf die kommenden Jahrzehnte in den Planungen zu berücksichtigen“, führt Jürgen Huber weiter aus.


Architektenwettbewerb beabsichtigt

Aufgrund des historisch wertvollen Ortsteils Südstadt und der damit einhergehenden hohen gestalterischen Anforderungen, beabsichtigt das Studierendenwerk einen Architektenwettbewerb als so genannten geregelten Realisierungswettbewerb durchzuführen. Der gesamte Prozess wird eng mit der Stadtverwaltung und dem Städtebau- und Gestaltungsbeirat der Stadt Bonn abgestimmt. Mit den Ergebnissen des Architektenwettbewerbs wird im Laufe des zweiten Quartals 2019 gerechnet.


Änderung des Bebauungsplans

Für die anstehende Baumaßnahme ist eine Änderung des Bebauungsplanes erforderlich. Die dazu gehörige Beschlussvorlage der Stadt Bonn geht Anfang September in die Bezirksvertretung Bonn und knapp zwei Wochen später entscheidet der Ausschuss für Planung, Verkehr und Denkmalschutz. Demnach wird die Änderung als „vorhabenbezogener Bebauungsplan mit frühzeitiger Beteiligung der Öffentlichkeit durchgeführt.“

Einen idealen Planungs- und Vergabeprozess vorausgesetzt lautet das Ziel, mit dem Bau zum Wintersemester 2020 zu beginnen und zum Wintersemester 2023 wieder zu eröffnen. Parallel müssen Interimslösungen für die Mensa, die Verwaltung und sonstige Studierendenangebote gefunden werden.


Bei einem Projekt dieser Größenordnung gibt es entscheidende Rahmenbedingungen, die nur nach und nach bekannt werden. Das betrifft neben der Änderung des Bebauungsplans vor allem die Zusagen zur Förderung und Finanzierung.

Bilder:

1] Im Übersichtsplan sind die Liegenschaften des Studierendenwerks Bonn im Carré Kaiser-, Nasse- und Lennéstraße gelb hervorgehoben [© Studierendenwerk Bonn]

2] Ist-Zustand: Die 3-D-Ansicht verdeutlicht, wie die zahlreichen Angebote für Studierende und die Verwaltung des Studierendenwerks in enger Beziehung stehen [© Studierendenwerk Bonn]

[Überblick]
Projekt „Neubau Carré Nassestraße“
Bauherr:  Studierendenwerk Bonn
Nutzungen:  Hochschulgastronomie, Studentisches Wohnen, BAföG, Beratungen, Studentische Selbstverwaltung, Büro (Verwaltung)
Lage:  Gebiet zwischen Kaiser-, Nasse- und Lennéstraße, Bonner Südstadt
Planungsverfahren:  Geregelter Realisierungswettbewerb (= Architektenwettbewerb)
Änderung Bebauungsplan: Vorhabenbezogener Bebauungsplan mit frühzeitiger Beteiligung der Öffentlichkeit

Zeitplan: Juli 2018-Dezember 2019 Änderung Bebauungsplan
Juli 2018-Juni 2019 Vergabe der Planungsleistungen
Juli 2019-September 2020 Planungen
November 2019-September 2020 Beziehen einer Interimslösung
Oktober 2020-September 2023 Bauphase
[Zeitplan unter Vorbehalt]

Pressekontakt:
Robert Anders
Leiter Marketing & Kommunikation/Pressesprecher
Studierendenwerk Bonn AöR
Nassestraße 11
53113 Bonn
T: (0228) 73 4133
F: (0228) 73 7104
E-Mail: anders(at)studierendenwerk-bonn(dot)de   
www.studierendenwerk-bonn.de 


Über das Studierendenwerk Bonn

Im Jahr 1919 als Verein Studentenwohl e.V. gegründet, gehört das Studierendenwerk Bonn zu den ältesten seiner Art in Deutschland. Es erbringt vielfältige Dienstleistungen auf sozialem und wirtschaftlichem Gebiet für die Studierenden der Universität Bonn sowie der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Dazu zählt der Betrieb von 18 gastronomischen Einrichtungen (Mensen und Cafés), von 34 Studentenwohnanlagen mit derzeit ca. 3.700 Plätzen und von fünf Kindertageseinrichtungen. Das Studierendenwerk ist Amt für Ausbildungsförderung und setzt das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) im Hochschulstandort Bonn/Rhein-Sieg verantwortlich um. Darüber hinaus bietet es eine psychologische Beratung an und unterstützt aktiv internationale Studierende. Das Studierendenwerk Bonn ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR).


Letztes Update dieser Seite: 05.06.2014
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